Ein Zeichen der Solidarität - Unterstützung der Tafeln
20. Februar 2021
Frauennetzwerk unterstützt Initiativen für Hilfsbedürftige
Krisensituationen wie wir sie im Moment erleben, treffen besonders stark sozial schwache Familien und Alleinstehende. Seit Beginn der Corona Krise erreichen auch das Frauennetzwerk zahlreiche Hinweise auf Notsituationen von Frauen und Kindern, ausgelöst durch die Pandemie. Als dann auch noch die Tafeln im Schwalm-Eder-Kreis ihren Betrieb vorübergehend einstellen mussten, war schnell klar. Hier müssen wir schnell und unbürokratisch helfen, um möglichst viele Bedürftige und auch ehrenamtliche Helfer*innen zu unterstützen.
Praktische und unbürokratische Hilfen sind gerade jetzt unverzichtbar. Weiterhin können auch von alleinstehenden oder alleinerziehenden Frauen in Not Anträge beim Frauennetzwerk gestellt werden.
Ein formloser Antrag sollte folgende Informationen enthalten:
Der Vorstand von Frauennetzwerk e.V.
In einer ersten und nicht ganz störungsfreien virtuellen Vorstandssitzung Mitte April, entschieden wir uns deshalb die Initiativen in „Eine Tüte Gemeinschaft in Melsungen“ die Homberger Nachbarschaftshilfe sowie die Tafel Fritzlar mit einem Betrag von jeweils 300 € zu unterstützen. Die Ehrenamtlichen nahmen die Spende dankbar entgegen und investierten diese auch direkt. In Homberg ging das Geld an die Ehrenamtlichen, um einen Teil der Benzinkosten für die Auslieferung der Lebensmittel an Bedürftige zu decken.
Frau Salzmann aus Melsungen stellte den Kontakt zu einer jungen, alleinerziehenden Mutter mit Kindern im Alter von vier bis 12 Jahren her, denen das Geld in Form von Gutscheinen zugutekommt. In Fritzlar ist das Geld in die Anschaffung von Papiertüten investiert worden. Die Leiterin der Fritzlarer Tafel erklärte: Durch die Corona Pandemie war die Warenausgabe an bedürftige Familien ausgesetzt worden. Da die Pandemie noch nicht beendet ist und keiner genau weiß, wie sie sich entwickelt, musste alles neu bedacht werden. Es wurden für das erste 1000 Papiertüten angeschafft. Größere Tüten für die Familien, kleinere Tüten für Einzelpersonen. Viele ALG 2 Empfänger*innen mit ihren teilweise großen Familien, darunter auch alleinerziehende Mütter, sind froh, daß es mit der Fritzlarer Tafel weitergeht.
Praktische und unbürokratische Hilfen sind gerade jetzt unverzichtbar. Weiterhin können auch von alleinstehenden oder alleinerziehenden Frauen in Not Anträge beim Frauennetzwerk gestellt werden.
Ein formloser Antrag sollte folgende Informationen enthalten:
- Kontaktdaten (Tel.nummer, Anschrift, Email Adresse)
- kurze Darstellung der Notsituation
- Bankverbindung
- Kopien Einkommensverhältnisse (ALG 2, Grundsicherung etc.)
Der Vorstand von Frauennetzwerk e.V.
Weitere Beiträge

Das Keramik-Kunstwerk: „Menschen für Demokratie, Wahrheit und Gerechtigkeit“, wurde von dem finnischstämmigen Künstler Matti Värttö -auch bekannt als Fritz Schmidt- in Fritzlar, für den Eingangsbereich der Fritzlarer Stadthalle gestaltet und angebracht. Es besteht aus sehr vielen einzeln aus Ton geformten, farbig lasiert und gebrannten Teilen. Mehr als 50modellierte Köpfe bzw. Masken aus Ton wurden ebenfalls in das 6x2m große Werk eingearbeitet. Dieses beeindruckende Kunstwerk lädt zum Entdecken und Nachdenken ein.

Gestern Abend vor dem Fritzlarer Rathaus , haben viele Menschen ihre Solidarität mit den von Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen gezeigt. Danach wurde in der Stadthalle eine Theateraufführung gezeigt "72 Stunden". EINE Frau - alle 72 Stunden - dies war noch vor drei Jahren der Zeitraum, in dem eine Frau durch ihren Partner oder Ehemann ermordet wurde, heute geschieht alle 24 Stunden ein FEMIZID! Schauen wir hin und werden Teil eines Systems um Patriarchale Strukturen zu erkennen und VERANTWORTUNG zu übernehmen! Diese Signale sollte jeder kennen! Hilfetelefon 116 016 Code: ist LUISA da? und das SOS HANDZEICHEN

Der Internationale Frauentag war wieder eine gelungene Veranstaltung, aus einer Mischung von Ernsthaftigkeit durch den Kinofilm "Nur noch ein einziges Mal". Das Szenarium einer toxischen Beziehung und der Weg heraus!!! Im Anschluss der heitere Teil, durch das ImproKs -Theater aus Kassel. Die 3 tollen Frauen haben uns alle sooo sehr zum Lachen gebracht. Wunderbar! Eine Überraschung hatte Bärbel Spohr vom "Büro für Frauen und Chancengleichheit" für uns Frauennetzwerkerinnen bereit. Die GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft), vertreten durch Frau Uecker und Frau Dubik, hat für das Frauennetzwerk eine großzügige Spende von 500€ überreicht, und drückt damit ihre Wertschätzung für unsere ehrenamtliche Arbeit für "Frauen und Kinder in Not" aus. Mit diesem Geldsegen können wir wieder einigen betroffenen Frauen und Kindern helfen ihre Not zu lindern! Der Vorstand des FNW sagt von Herzen DANKE! Elisabeth Plock Vorsitzende

Das Frauennetzwerk engagiert sich weiterhin für Frauen und Kinder in finanziellen Nöten. Die Anfragen zur Unterstützung in Notlagen sind vielfältig. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern für ihre großzügige Unterstützung im Jahr 2024! - dem Vorstand und den Ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen vom Stöberstübchen Borken, - Frau Otto von der Firma Metallbau Otto aus Bo. Lendorf, - der Praxis Dr. J. Röthele aus Fritzlar, - den Sanitätshaus Thiel in Fritzlar, - und noch einigen Privatpersonen, Sie alle haben es möglich gemacht wieder Frauen und Kindern in Finanzieller Not aus der schwierigen Lage herauszuhelfen. Hier nur einige Beispiele, welche Anfragen in den letzten 2 Monaten eingegangen sind. 1. Eine alleinstehende Frau mit einer geringen Erwerbsminderungsrente sowie einer kleinen Witwenrente, brauchte unbedingt eine neue Waschmaschine. Ihr Handy war kaputt, eine Nebenkostennachzahlung stand an. Das Geld reichte nicht für eine neue Waschmaschine. Also haben wir eine finanziert. 2. Eine Frau mit Tochter arbeitet nur 15 Stunden in einem Altersheim. Ihr Auto muss sie noch abbezahlen. Der E-Herd war schon länger kaputt. Sie backt gerne Brot und Kuchen. Wir haben ihr dann einen E-Herd finanziert. 3. Eine junge Frau trennte sich von ihrem Ehemann und flüchtete ohne irgendwelche Möbel in einen anderen Ort in eine WG. Wir unterstützten die junge Frau mit einem Bett und einem Kleiderschrank. Außerdem brauchte sie für ihren neuen Start in die Arbeit Kleidung. Die haben wir ihr auch genehmigt. Dies sind nur einige Beispiele. Alle Frauen müssen schriftlich einen formlosen Antrag stellen und ihre Bedürftigkeit mit Kopien ihrer Finanzbescheide nachweisen.

Liebe Netzwerkfrauen und Unterstützerinnen, im vorigen Jahr haben wir uns gefragt, was das Jahr 2024 wohl bringen wird. Nun wissen wir rückblickend mehr. Manche unserer Wünsche und Hoffnungen wurden erfüllt, andere enttäuscht. Die Weltlage ist weiterhin ernst. Für unser FNW gibt es positive Entwicklungen, sowohl für die Neuaufstellung des Vorstands (Siehe Protokoll der JHV vom 24.04.24) wie auch ein leichter Mitgliedszuwachs. Behördenauflagen, wie der Freistellungsantrag vom Finanzamt, wurden von unserer Schatzmeisterin und ihrer neuen Vertretung mit Fleiß und Ausdauer über das ELSTERPROGRAMM, ohne zusätzliche Steuerberaterkosten bewirkt. Wie jedes Jahr war ein Team unseres Vorstands mit einem Stand bei Veranstaltungen vertreten, um unsere Arbeit zu präsentieren und mit Aktionen, die Hilfehandzeichen und die Hilfetelefon-Nr. 116 016 bekannter zu machen (siehe Info-Homepage). Zuletzt beim Gesundheitstag am 09.11.24 in Borken, und dem Antigewalttag am 25.11.24 in Wasenberg. Beide Veranstaltungen waren gut besucht und die Hinweise fanden Resonanz in der Presse und Öffentlichkeit. Trotz einiger Hürden einzelner Vorstandsfrauen, sowohl im persönlichen wie auch im gesundheitlichen Bereich, blicken wir auf ein erfolgreiches Jahr 2024zurück und sind dankbar für die gute, konstruktive Zusammenarbeit des erweiterten neuen Vorstands. Euch und Ihnen wünschen wir wie im letzten Jahr eine besinnliche Vorweihnachtszeit, FROHE WEIHNACHTEN und ein GUTES NEUES JAHR 2025. Freundliche, stärkende Begegnungen mit lieben Menschen, Trost und Zuversicht für alle Trauernden. HOFFNUNG AUF FRIEDEN IN DER WELT und in UNSEREN HERZEN. DANKBARKEIT für das so selbstverständlich GUTE, Freude und Zufriedenheit für die kleinen Dinge und GESUNDHEIT. Mit herzlichen Grüßen, auch im Namen des Vorstands, freuen wir uns auf neue Begegnungen im Jahr 2025 Elisabeth Plock & Maria Weber Im Bild zu sehen - Stadtkirche Fritzlar Hessentag 2024 (Foto: E. Plock)

Am 25. November 2024 haben Dagmar Becker und Maria Weber vom Frauennetzwerk gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen des Frauen- und Gleichstellungsbüros und rund 50 engagierten Frauen und Männern ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt. Unter dem Motto „Frei leben, ohne Gewalt“ trafen wir uns in Wasenberg im südlichen Schwalm-Eder-Kreis, um unsere Solidarität zu zeigen und auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen. Die Veranstaltung wurde durch Bürgermeister Luca Fritsch eröffnet. Im Anschluss sprach Bärbel Spohr vom Frauen- und Gleichstellungsbüro über die Bedeutung des Mottos und der Veranstaltung. Danach begrüßte Maria Weber die Anwesenden im Namen des Frauennetzwerk Schwalm-Eder e.V. und stellte kurz unsere Arbeit und Ziele vor. Gemeinsam mit unserem Transparent haben wir ein starkes, sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt. Die gelungene Veranstaltung zeigte, wie wichtig und kraftvoll ein gemeinsames Engagement in der Region ist.



